Wednesday, January 10, 2007

Rainer Schweickert: Rad-Reisebericht Südamerika
Von Ushuaia in Feuerland bis Lima, Peru

Es ist enorm heiß, über 30° C im Schatten, den es hier aber nirgends gibt. Wenigstens gibt es leichten Rückenwind, das tut gut! Und das Fahrrad läuft noch mal so schnell! Die Polizei winkt immer freundlich zurück, wenn ich – auf der Autobahn fahrend - die Hand zum Gruß erhebe, einige Autofahrer hupen und winken begeistert.
Wie komme ich dazu, ausgerechnet mit dem Fahrrad Südamerika zu erkunden? Schon in meiner Jugend las ich mit Begeisterung und Fernweh-Sehnsucht die Reise- und Fahrradreiseberichte von fernen Ländern, speziell über den fernen Kontinent Südamerika.
Beruf und Familie nahmen mich ein, der Traum von Fahrradfernreisen blieb.

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Sunday, August 27, 2006


Die Schweiz - eine 4-Länder-Tourvon Tod und Lyn Rodger

Als ich den Leuten erzählte, ich wollte zu einer Radtour in die Schweiz, war stets die erste Frage: "Ist das nicht schrecklich hügelig dort.
Na gut, einiges ist hügelig, aber das meiste ist gebirgig. In drei Wochen fuhren wir 1800 km und erklommen Höhen von insgesamt 30 000 Metern. Eine Durchschnittsstrecke von ca. 100 km pro Tag mag nach nicht allzu viel klingen, aber probieren Sie mal knapp 2000 Höhenmeter pro Tag, bevor Sie das als leicht abtun...Unter unseren 18 Fahrern waren zwei Bike Friday New World Touirists und ein Bike Tuesday Tandem. Wir vier vertraten die Gemeinschaft der Green Gears (???) recht gut.
Es ist nicht nur hügelig und gebirgig in der Schweiz - es ist auch steil.

Selbst Fahrer aus Colorado waren überrascht durch die herausfordernden Aufstiege in den Alpen. Während 6-7 % Steigung im allgemeinen das Höchste in den Rockies sind, sind in den Alpen 10-15 % das übliche, und bei einer Abfahrt kamen wir an 22 % heran. Ich fand die Abfahrten im übrigen schlimmer als die Aufstiege: klar forderten die Aufstiege körperlich alles, aber viele der Abfahrten waren regelrecht furchterregend. Obwohl ich mit neuen Bremsbelägen gestartet bin, mußte ich zwei Sets während der Tour ersetzen und nahm noch ein Ersatzpaar zusätzlich mit.

Dies war die erste Tour mit einem Reiseunternehmen für mich unter ca. 200 000 km Radreisen. Ein Grund ist, daß ich so anspruchslos bin - mancher würde sagen: preisbewußt - und ein anderer, daß ich mich ebenso gut auf mich verlassen kann bei der Tourenplanung. Obwohl ich glaube, daß ich darin gut bin, hat mich Laurenz Gsell wohl noch übertroffen, und ganz sicher ist er als Gruppenführer verständnisvoller und geduldiger.

Laurenz ist ein frisch pensionierter Chemiker aus Basel, im Norden der Schweiz, nur ein paar Kilometer von Deutschland wie Frankreich entfernt. Er und seine Frau Corinne lieben das Radeln, Wandern, Skilanglauf und andere Sportarten draußen. Sie sprechen fließend sieben Sprachen, kennen die besten europäischen Radrouten, finden in der Nebensaison die besten Hotels und wissen, was Radsportler suchen. Da sie selbst schon in den USA gelebt, gearbeitet und sich per Rad bewegt haben, haben sie besondere Freude daran, Amerikanern ihr Heimatland zu zeigen.

Obwohl ich dies eine Schweiz-Tour nenne - weil wir uns die meiste Zeit auf einem Kurs in Form einer 8 in den Schweizer Bergen bewegten - nennt Laurenz sie seine Vierländer-Tour, weil wir zwei Tage im Schwarzwald in Deutschland verbrachten, zwei Tage im Elsaß und in den Vogesen in Frankreich und zwei Tage am Comer See und Lago Maggiore in Italien. Er findet die Möglichkeit, auf einer Tour vier Länder mitzunehmen, gerade für Amerikaner reizvoll. Wie dem auch sei - es ist fantastisch.
Eines unserer schönsten Abenteuer war ein Tag über eine Strecke ohne Straßen. Als wir uns durch ein schönes Tal nach oben kurbelten, ließ der übliche Straßenverkehr immer mehr nach. Die kleine Pflasterstraße verwandelte sich in Matsch, an einer Hochalm hörte sie schließlich auf. Ab da schoben wir unsere Räder um eine Almhütte, durchquerten Felder mit elektrischen Zäunen, dann quer durch eine Wildblumenwiese und schließlich über einen schmalen Waldweg. Der mündete in einen halbwegs fahrbaren Matschweg schließlich in eine Pflasterstraße, die uns in ein überwältigendes Tal bergab führte. Den ganzen Tag umgaben uns die dramatisch gezackten Alpengipfel.

Der Tag mit den meisten Herausforderungen war der Kuhglocken-Tag - die gab es nämlich als Auszeichnung am Schluß. Sechs von uns fuhren vom Centovalle-Tal in Italien über den Simplon-Pass zurück in die Schweiz und dann wieder talaufwärts nach Zermatt - wo wir uns im Angesicht des Matterhorns sonnen konnten. Gut 150 km und über 3000 Höhenmeter waren wohl eine Kuhglocke wert. Mein schönster Tag war ein freier Tag im Berner Oberland. Während einige mit dem Bus nach Grindelwald fuhren und dort auf Zahnradbahn oder Skilift umstiegen, fuhr ich mit dem Rad nach Grindelwald zurück. Die einspurige Pflasterstraße von Meiringen nach Grindelwald enthält einen 1700-Meter-Aufstieg durch das Rosenlauital und dann über einen offenen Hang im Schatten des Wetterhorns. Obwohl diese bemerkenswerte Straße für allgemeinen Verkehr gesperrt ist, wird sie als Bergprüfung in der Tour of Switzerland genutzt. An der Scheidegg ist man dicht an Eiger und Mönch , und dann geht's wieder runter nach Grindelwald.
Mittlerweile war ich entschlossen, diese Tour nächsten Sommer zu wiederholen. Als ich Laurenz um eine Vorbuchung bat, sagte er, daß er eine andere Tour, durch Burgund und die Alpen plane für den nächsten Sommer. Ich sagte ihm: "Na prima - hier ist meine Buchung." Wie Ruth in der Bibel sagt: "Wo du hingehst, will ich auch hin gehen."
Mehr Infos über diese Touren: http://www.bikeandhike.ch/


Betsy Schwartz tourt durch Uruguay Land Nr 92

Betsy Schwartz ist eine der wenigen Bike Friday Besitzerinnen, die den absoluten Traumjob haben. Sie reist 6 Monate im Jahr durch die Welt und verbringt dann wieder 6 Monate an amerikanischen Schulen um dort die Kinder mit Diashows und Erzählungen in ferne Länder zu entführen.

Mit diesem Job ist es natürlich kein Wunder, dass sie bereits 91 Länder bereist hat. Uruguay ist nun Nummer 92
Mit ihrem Bike Friday Pocket Crusoe, dass sie Pumpkin ( zu deutsch Kürbis ) nennt, berichtet sie nun von ihrer Reise in Uruguay.
Erst kürzlich kam ich von meiner wunderbaren Reise aus Uruguay wieder. Pumpkin war das Stahlroß meiner Wahl und LillyAnn meine Begleiterin. Sie fuhr aber kein Bike Friday. Uruguay ist ein wunderbares Land zum Radfahren und ich glaube, dass noch nicht viele Leute für sich entdeckt haben. Hilfreich ist wenn man Spanisch spricht, denn Englisch wird hier nicht von vielen Leuten gesprochen. Für uns ist es ein sehr günstiges Land zum Reisen. Das Essen ist köstlich und die Leute freuen sich sehr über Besucher. Sie sind sehr offen und warherzig und helfen wo sie können.

Wir kamen in Montevideo an, der Hauptstadt Uruguays, und bezogen ein Vier Sterne Hotel ( 55$ / Nacht/ 2 Pers. Mit Frühstück) Wir verfielen sofort diesem südamerikanischen Land als wir die baumbestandenen Boulevards hinabfuhren, deren Blätter gerde in herbstlichen Farben leuchteten.
Wir besuchten einen Wochenend Markt und ich kam nach kurzer Zeit mit einem älteren Verkäufer, namens Risso ins Gespräch. ( natürlich auf Spanisch ) Er war vor einigen Jahren noch selbst aktiver Radfahrer gewesen und besaß zwei Fahrradläden. Einen hier in Montevideo, den anderen in Buenos Aires ( Argentinien ) ( Beide Städte liegen an der Mündung des Rio de la Plata ) Doch die anhaltende Wirtschaftskrise zwang ihn dazu die Geschäfte aufzugeben. Nach eine Weile bildete sich eine kleine Menschentraube um uns herum die uns mit unseren Räder bestaunten. Risso kommentierte es mit " Ihr seid hier die Stars mit euern Rädern ! "

Am nächsten Tag machten wir uns fertig für unsere weiterfahrt und verließen das Hotel um 12,15 Uhr.. Auf der Strasse hörten wir lautes hupen und als wir in einen Boulevard einbogen waren dieser mit Unmengen von Menschen gesäumt. Menschenmassen , soweit das Auge reichte. Die Tour de Uruguay ( Radrennen ) kam gerade ihrem Ende entgegen. 76 Rennradfahrer aus Süd - und Nordamerika fuhren gerade Ihrem Ziel -dem Velodrom - entgegen
Der erste Rennfahrer Pulk zog an uns so schnell vorbei, dass ich keine Zeit hatte die Kamera zu zücken. Doch dann geschah etwas völlig unerwartetes und wundervolles. Die Menschenmenge, die noch eben den Rennfahrern zujubelte, wandte sich nun plötzlich uns zu und bejubelt uns zwei, wie wir mit unseren bepackten Rädern dieselbe Strecke zum Velodrom fuhren. Ja wirklich, all der Jubel und Applaus galt mir und LillyAnn . Kaum zu glauben . Ich fing auch an zu winken und mit meiner kleinen Klingel zu klingeln und ein Strahlen ging über die Gesichter der Zuschauer . Aber ich glaube, ich hatte das breiteste Grinsen von allen im Gesicht stehen. Ich fühlte mich großartig, wie ein Sieger der gerade das große Rennen bestritten hatte. Es war fantastisch und klingt bis heute nach.

Aber ich will noch zwei weitere Geschichte erzählen. Im schlimmsten Sturm und Regen aller Zeiten nahmen wir uns doch ein Taxi nach Minas. Die Strasse die dorthin führt ist eine der steilsten der Region. Als wir am nächsten Morgen starteten, der Regen hatte aufgehört, versammelten sich eine Hand voll Leute und stellte mir einen Haufen fragen. Woher wir kämen, wo wir hin wollten , warum wir Uruguay als Reiseland gewählt haben, wie es uns gefiel und wie alt wir wären. Die letzte Frage Frage stoppte dann den Redeschwall.
Dann kam der Zeitungsfotograph und der Reporter der ansässigen Tageszeitung und sie interviewten uns weil wir so tapfer durch das Land reisten in diesem vorgerückten Alter ! und so weiter und so weiter...Und wieder standen wir im Mittelpunkt und fühlten uns so emporgehoben von all den Menschen.
Und das ist es was dieses Land ausmacht: dieses offenherzige, mit offenen Armen empfangen werden, wenn man nur " Hola" ihnen zuruft. Dann ist man kein Fremder mehr für sie. Sie fanden es großartig, dass wir aus den USA kämen und wir waren froh, dass sie uns nicht wegen des Kriegs den Bush angezettelt hat, angegriffen haben. Und dass ich Englisch sprach, war für sie das größte.
Wir fuhren also auf dieser Strasse steil in die Berge hoch. Man sagte uns, dass es keine Einkaufsmöglichkeiten auf den nächsten Kilometern gäb und so packten wir unsere Taschen mit Verpflegung voll. Wir hatten gerade 20 Meilen hinter uns - ich kriege immer nach 20 Meilen Hunger beim Radfahren - und sagte zu Lilly Ann " Lass uns anhalten und was essen. " Sie antwortete " Komm, lass uns noch ein Stück fahren, bis zu den Gebäuden dort drüben. Vielleicht finden wir dort ein Plätzchen, wo wir uns hinsetzen können." So fuhren wir weiter und es stellte sich heraus, dass es ein Farm Haus war mit einem davor gelegenen Platz, wo wir unsere Räder abstellen konnten und uns hinsetzten.
Wir saßen gerade, als ein Horde Hunde auf uns zugestürzt kam und laut bellend auf uns zuraste. Ich sprang auf, schnappte mir mein Rad und nahm reiß aus . LillyAnn, die etwas langsamer war, verschanzte sich hinter ihrem Rad und schrie die Hunde an. Zum Glück kam der Besitzer der Hunde aus dem Haus gestürzt und rief sie zu sich. Ich rief ihm auf Spanisch zu, dass wir gerade nur eine Pause machen wollten um was zu essen. Er kam rüber und erzählte, dass er auch passionierter Rennradfahrer wäre und wegen seines verletzten Beins bei der Tour de Uruguay leider nicht mitfahren konnte .Nach ein paar Gesprächsminuten lud er uns prompt zu sich ins Haus ein. Wir passierten die Hunde, die plötzlich nur noch freundlich mit dem Schwanz wedelten, als wenn sie uns nicht Minuten vorher hätten zerfleischen wollen . Als wir eintraten, aßen seine Mutter und der Farm Besitzer gerade eine köstliche Parillada ( verschiedene gegrillte Fleischsorten ). Wir wurden aufgefordert mit zu essen. Es war wie geplant: wir kamen gerade rechtzeitig zum Essen und wir teilten mit dem 80 Jahre alte Gaucho und seiner Familie dieses vorzügliche Mahl.
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus unserer Reise in diesem kleinen wunderbaren Land gewesen. Es gab noch so viele andere Geschichten, doch die will ich Ihnen vorenthalten, denn Sie sollten dieses Land selbst einmal bereisen und erfahren ! Schappen Sie sich Ihr Rad und kommen Sie . Sie werden es nicht bereuen.

Betsy und Pumpkin



Reiseimpressionen vom Sattel eines Faltrades aus...Island Sommer 2003

Die Reise mit unseren Falträdern gestaltete sich von Anfang an anders als sonst: Für einmal bereiteten am Flughafen nicht die Fahrräder den Schalterbeamten Kopfzerbrechen sondern die etwas überdimensionierten und ziemlich sperrigen Rucksäcke, die wir dann an einem Spezialschalter für aussergewöhnliches Gepäck aufgeben mussten. Die Fridays gingen im Schalenkoffer problemlos über das Band. Bei der Ankunft in Kevlavik mussten wir keine ersten müden Kilometer - mittlerweile zeigte die Uhr 24.30 Ortszeit - vom Flughafen zum Stadtzentrum radeln - unsere Bikekoffer passten problemlos in den Gepäckraum des Flughafenbuses und entspannt fuhren wir zum Gästehaus, wo wir, trotz nachtschlafener Zeit natürlich gleich mit dem Zusammenbauen der Räder begannen... Dass wir trotzdem noch genügend schlafen konnten, hatten wir der unkomplizierten Falttechnik der Fridaybikes zu verdanken.Nach einem letzten kritischen Check am nächsten Morgen liessen wir die Räder rollen - und unsere anfänglichen Bedenken, ob der Faltpackträger Marke Friday sich nicht schon auf den ersten Strassenkilometern von selbst zusammenfalten würde, erwiesen sich als grundlos: Er trug Zelt-, "Food"- und Kleidertasche anstandslos über Islands nicht immer ganz glatten Strassen.

Das Wetter meinte es an diesem ersten Reisetag auch gut mit uns allen - die Fridays erstrahlten in ihrer neuen Lackierung und wir auf ihnen. Auf unserem weiteren Reiseverlauf umrundeten wir zuerst die Snaefellshalbinsel im Westen des Landes mit zum Teil ungeteerten, ziemlich holperigen Strassenpartien und atemberaubenden Ausblicken auf Vulkane, Gletscher und Küsten. Die Halbinsel wird nicht zu Unrecht als "Island in einer Nussschale" bezeichnet - wie unsere Räder bot sie alles auf kleinem Raum. Die Pocket Gnus wurden ihrem Namen auf diesem Teil der Reise mehr als gerecht und liessen sich von Hindernissen auf dem Weg nicht abschrecken. Am Abend kontrollierten wir jeweils alle Schrauben, damit sich die Falttechnik nicht plötzlich verselbstständigen würde, aber auch hier erwiesen sich unsere Bedenken als grundlos. Per Fähre fuhren wir in die Westfjorde, einem gebirgigen, von Fjorden zerklüfteten Teil Islands. Hier mussten unsere Gnus tüchtig klettern, da die Strassen oft vom Meeresspiegel auf 600 Meter hinauf stiegen. Sie bewältigten diese Aufgabe anstandslos und trotzten dem böigen Gegenwind mit "fridayscher" Gelassenheit. Nach diesem Abstecher in den Westen der Insel bestiegen wir den Bus in Richtung Reykjavik. Der Fahrer zeigte sich anfänglich nicht sehr erfreut, als wir ihm mitteilten, wir hätten Fahrräder dabei. Doch als er dann die beiden kleinen Taschen sah, war er so erleichtert, dass die Bikes sogar auf einem regulären Platz im Bus gratis mitfahren durften.

Der nächste Reiseabschnitt führte uns bei etwas misslicheren Wetterbedingungen Inland zu touristischen Highlights wie Geysir, Gulfoss, Pingvellir - Fahrer wie Rad wurden heftig von Wind und Strasse durchgerüttelt und ein Versuch, ins Hochland zu gelangen, musste wegen stürmischem Gegenwind abgebrochen werden. Trotzdem war von Zusammenfalten und den Bus nehmen keine Rede - wir änderten stattdessen die Fahrtrichtung und fuhren mit einem halsbrecherischen Tempo - dank einem kräftigen Rückenwind - an die Südküste. Hier erlebten wir eine traumhafte, letzte Ferienwoche bei blauem Himmel, sommerlichen Temperaturen und atemberaubender Natur: Gletscherzungen, die sich bis an die Küste erstreckten - Wasserfälle, Sandwüsten, endlose Lavafelder - begleitet vom ständigen Schreien der Vögel... Und die Räder rollten von Highlight zu Highlight....

Die Rückfahrt mit dem Bus nach Reykjavik verlief nur dank der Faltbarkeit der Räder problemlos, denn Gepäckabteil und Bus waren so hoffnungslos überfüllt, dass wir mit einem herkömmlichen Rad keinen Platz gehabt hätten. Obwohl viele Busse in Island über einen speziellen Gepäckträger für Fahrräder verfügen, ist häufig die Mitnahme nicht garantiert: Fahrradfahren in Island wird immer populärer und gerade an der Südküste trifft man auf viele Gleichgesinnte. Kommt es zu einem Wetterumsturz - ändert der Wind seine Richtung (relativ häufig!) - so wählen viele Fahrradfahrer die Variante Bus, um einen etwas schwierigeren Streckenabschnitt zu bewältigen. Auch hier war für uns die Alternative Friday eine echte Erleichterung und gestaltete unser Reisen entspannt.

Nun - der Urlaub ist vorbei - die Räder wieder zusammengesetzt und geputzt. Geblieben sind einige Kratzer im Lack und viele unglaublich tiefe Eindrücke...Die kleinen Fridays haben Grossartiges geleistet und wir würden sie nie mehr gegen was Grösseres eintauschen.Sie stehen schon wieder bereit für die nächste "grosse Fahrt"....!

Friday, August 11, 2006



Wer mit dem Rad verreisen will verpackt sein Hab und Gut in Fahrradtaschen. In der Regel passen alle Habseligkeiten in 2 Hinterrad- und 2 Vorderradtaschen plus einer Gepäckrolle auf dem Hinterrad Gepäckträger die das Zelt oder die Isomatte aufnimmt. Wir haben mal durchgerechnet was dieses Transportensemble wiegt.
1 Satz wasserdichte Hinterrad Ortliebtaschen Backpacker Classic : 1820 g plus 1 Satz Ortlieb Frontroller Classic Taschen : 1340 g plus zwei Gepäckträger von Tubus 1420 g plus Packsack für Isomatte 450 g .
Das macht zusammen: 5030 g. Verreisen Sie mit der Ban oder mit dem Flugzeug, so stellt sich neben der Frage wie Sie Ihr Rad ( heile und kostengünstig ) transportieren die Frage wie Sie 4 Taschen plus einen Packsack transportieren und ggf. auf Bahnsteigen, Ticketschaltern und Flughäfen Ihr Gepäck im Blick halten.

Auf meiner letzten Reise nach Thailand ( Reisebericht folgt) habe ich das oben geschilderte Problem elegant gelöst: mit dem zweirädrigen Anhänger von Carry Freedom läßt sich alles Gepäck in einem großen Packsack verstaut auf einer rutschfesten Multiplexplatte befestigen und mit der fast unzerstörbaren Weberkupplung an jedem Fahrrad der Welt montieren. So haben Sie nur ein Gepäckstück welches Sie bequem auch zu Fuß hinter sich herziehen können. Der Anhänger wiegt etwas modifiziet nur 6 kg und nimmt aber gute 50 kg Gepäck auf ! Bestückt mit einem Packsack von Ortlieb -z.B. dem Extremer XXL mit 1320 g ( mit Rucksacktragesystem) lässt es sich bequem Reisen bei nur ! effektiven 2,3 kg Mehrgewicht. Alternativ zum Packsack kann natürlich auch der Bike Friday F´lite Koffer auf den Carry Freedom Anhänger ( ohne Multiplexplatte ) montiert werden. Doch mit 6,5 kg Leergewicht bringt der Koffer doch ne Menge Mehrgewicht auf die Waage. Ich habe den Trailer sehr schätzen gelernt, denn er ist im nu zerlegt in drei Teile und passt so noch mit in den Packsack . Oder man nimmt nur die Deichsel und die Laufräder ab und bekommt so ein kompaktes Paket, welches sich im Zug oder Bus gut in die Ecke stellen lässt. Mit 78 cm Baubreite ist der Carry Freedom Y-frame Trailer nur 24 cm breiter als die meisten Lenker. Selbst im dichten Verkehr in Bangkok kam ich gut voran. Mit den hochwertigen Marsathon Reifen bestückt bekam ich auch auf 1000 km keinen Platten. Unter den auf dem Weltmarkt erhältlichen Reiseanhängern ist meines Wissens nach der Y-frame der leichteste und am kleinsten verpackbare. Die später vorgestellten Konkurrenz Modelle von Bob Yak, Weber etc. sind sperriger, schwerer oder teurer.


Wußten Sie, daß Radfahren zu Zweit viel Spaß machen kann ? Doch wie transportiert man ein Tandem, daß etwa 2,80 Länge hat ? Immer von zu Hause starten ist auf Dauer langweilig. Wird das Rad aufs Autodach gewuchtet, so geht das mit meist 25 kg Gewicht gut in den Rücken. Zudem muß man mit dem geliebten Tandem stets zum Auto zurück kehren. Mit einem Bike Friday Tandem ist dies alles einfacher. Das faltbare Modell Tandem Two`sDay lässt sich innerhalb von 4 Min. auf 1,10 Länge zusammenfalten. Mit etwa 45 cm Tiefe und 50 cm Höhe passt es so gefaltet in die meisten Kofferräume und sogar in das Heckfach eines SMART Autos. Dabei weist es die gleiche Fahrstabilität und Steigkeit auf wie ein großes Tandem von Santana oder Cannondale. Dies bestätigen immer wieder begeisterte Tandembesitzer, die zumeist neben dem Bike Friday Tandem auch ein Santana oder Cannondale Tandem besitzen. Daß ein Bike Friday Tandem nur 19-21 kg wiegt kommt manchem Rücken zugute.


Mit einem Bike Friday eröffnen sich neue Wege die Welt zu entdecken. So wie diese begeisterte Bike Friday Besitzerin. Mit Ihrem super purble Bike Friday geht Sie nun auf Radreise durch Nordamerika. Geplant sind 1500 km . Erst geht es mit dem Bike Friday im Koffer verpackt bequem mit dem ICE zum Frankfurter Flughafen. So gut verpackt , kommt das Rad sicher am Zielflughafen an. Flux ist das Rad aufgebaut und der Koffer kommt auf den mitgelieferten Bike Friday Anhänger Rahmen. So entsteht mit ein paar Handgriffen ein vollwertiger Reiseanhänger, der mit dem Reisegepäck gefüllt werden kann. Wasserdicht verpackt kann es nun losgehen.


Mit den Falträdern von Bike Friday verreisen Jahr für Jahr begeisterte Radreisende. Warum ? Bike Friday baut diese Räder nach den Maßen der Kunden und weisen eine Stabilität auf, die der Steifigkeit eines großen Reiserad entsprechen. Doch der Vorteil dieser 20" Reiseräder und Tandems liegt in ihrer Faltbarkeit und Zerlegbarkeit. Schnell gefaltet oder zerlegt lassen sich diese genialen Räder im handumdrehen mit dem Bus, Zug, Schiff, Taxi oder Flugzeug an den Zielort transportieren. Spielt das Wetter nicht mit, ist die Steigung zu groß oder der Wind zu stark - flux ist das Rad im Kofferraum eines Autos oder iauf dem Sitz eines Bus verstaut.

Im folgenden möchten wir hier Erfahrungsberichte, Reisegeschichten und Produkt Neuheiten im allgemeinen vorstellen.